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Zink: Korrosionsschutz und Oberflächenveredelung

Der Name Zink kommt von Zinke, Zind, Zahn oder Zacke und bezieht sich auf die zackigen Formen von erstarrtem Zink.

Als chemisches Element hat Zink die Ordnungszahl 30 im Periodensystem und zeichnet sich durch einen Schmelzpunkt von 419°C aus. Es ist ein natürliches Element und für Mensch,Tier und Pflanze lebensnotwendig. Das bläulich-weiße Metall gehört zur Familie der Buntmetalle. Zink ist ein äußerst nützlicher Werkstoff, der vielfältige technische Anwendungsmöglichkeiten bietet. Es wird unter anderem zum Verzinken von Eisen- und Stahlteilen sowie für Regenrinnen verwendet. Die bekannteste Legierung ist Messing (30 bis 50 Prozent Zink, Rest Kupfer).

Überall im Einsatz und rundum geschützt: feuerverzinkter Stahl
Korrosion und damit verbunden der Korrosionsschutz sind volks- und betriebswirtschaftlich wichtige Themen. Über die Höhe der Verluste durch Korrosion gibt es unterschiedliche Angaben – nicht zuletzt durch zahlreiche Betrachtungsweisen in Bezug auf direkte oder indirekte Korrosionsverluste.
Eine Möglichkeit des Korrosionsschutzes ist die Feuerverzinkung. Dabei werden Werkstücke, wie Gitterroste, Tore, Brückenelemente und Stahlträger, durch eine flüssige metallische Zinkschmelze getaucht bzw. gezogen. Auf den Werkstücken bildet sich eine relativ dicke (zwischen 50 und 150 Mikrometer) grobkristalline Zinkschicht, während im Grenzbereich durch die hohe Temperatur eine Legierungsschicht aus Eisen und Zink entsteht.

Um optimalen und langfristig wirtschaftlichen Korrosionsschutz zu gewährleisten, muss das mehrstufige Tauchverfahren besonders sorgfältig und gewissenhaft durchgeführt werden. Die vorausgehende gründliche Reinigung und Oberflächenbehandlung ist beim Feuerverzinken unabdingbar und erfolgt genauso wie die eigentliche Verzinkung in Bädern mit entsprechenden Flüssigkeiten. Die genaue Vorgehensweise der Feuerverzinkung finden Sie unter „Anwendung“ beschrieben.

Auch Kleinteile können im Schmelz-Tauchverfahren verzinkt werden. Hier spricht man von Schleuderverzinkung, da das überschüssige Zink noch im flüssigen Zustand abgeschleudert werden muss. Außerdem können in kontinuierlichen Bandverzinkungsanlagen (Coil Coating) mit Hilfe spezieller Abblastechniken auch relativ dünne Schichten erzeugt werden.

Das Tauchverfahren Feuerverzinken bietet eine ganze Reihe handfester Vorteile:

  • perfekter Rundum-Schutz innen und außen, selbst an unzugänglichen Stellen
  • Langzeitschutz- ohne Wartungszwang
  • hohe Abtrieb- und Schlagfestigkeit, selbst bei mechanischer Beanspruchung
  • Eignung für die üblichen Verbindungstechniken, insbesondere Schrauben und Schweißen
  • gleichbleibende Qualität durch automatisierte Fertigungsschritte
  • Wirtschaftlichkeit durch Minimaleinsatz von Material, Energie und Arbeitskraft bei Ausführung und Wartung
  • Planungssicherheit durch Unabhängigkeit von Jahreszeit und Witterung
  • praktizierter Umweltschutz: Erhalt von Werten und die Schonung von Ressourcen durch Feuerverzinken
  • „Korrosionsschutz ab Werk": Durchführung von umweltbelastenden Arbeiten nicht mehr auf der Baustelle

Bei solchen Vorzügen ist es kein Wunder, dass feuerverzinkter Stahl fast überall zum Einsatz kommt. Und in der Tat: Sein Anwendungsspektrum ist breit gefächert. Natürlich denkt man zuerst an Fabrikgebäude, Industrieanlagen, Bahnhöfe, Hochhäuser, Einkaufszentren und öffentliche Gebäude, wie Stadthallen, Sportstätten, Schulen und Krankenhäuser. Schließlich haben namhafte Architekten aus feuerverzinktem Stahl „Jahrhundert-Bauwerke“ geschaffen.

Aber auch im privaten Haus- und Wohnungsbau wird feuerverzinkter Stahl in wachsendem Maße eingesetzt. Ob Fertighaus oder Massivbauweise – konstruktive Teile bestehen häufig aus Stahl. Und nicht zu vergessen sind die vielen kleinen Dinge, die oftmals nur deshalb übersehen werden, weil sie ganz selbstverständlich zu unserer Lebenswelt gehören: das Gitter über dem Schacht des Kellerfensters sowie Dachrinnen, Außentreppen, Briefkästen, Außenleuchten, Spielgeräte, Gartenmöbel, Türen, Fenster und vieles mehr. Nicht weniger vielfältig sind seine Einsatzmöglichkeiten in Gartenbau, Landwirtschaft, Maschinenbau, Energieversorgung, Bergbau, Wasserbau, Fahrzeugbau oder Verkehrswesen.

Schutzsysteme mit Langzeitwirkung liegen im Trend. Der Zwang zu Einsparungen bei Material und Energie führt zur Leichtbauweise. Und die wiederum erzwingt höherwertigen Korrosionsschutz, weil Schwächungen der Konstruktionen bei dieser Bauweise nicht mehr toleriert werden können. So ist aus wirtschaftlicher Sicht die Feuerverzinkung von Stahlkonstruktionen heute oftmals zwingend notwendig. Zum Glück gibt es dabei aus technischer Sicht praktisch keine Probleme.

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